Kino: “Jack”

Foto: Jabs

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Edward Berger drehte einen sehr traurigen Film. 

Ein zehnjähriger Junge irrt durch Berlin, um seine Mutter zu finden. Eigentlich rennt Jack ununterbrochen (die schauspielerische Leistung Ivo Pietzckers ist großartig). Die Kamera hastet mit ihm umher. Ganz ruhige Bilder entschleunigen mitunter die Handlung, irgendwann entfacht sie ein wahnsinniges Tempo. Brutale Szenen fordern den Zuschauer. 
Alles dreht sich um Kindheit, die keine ist. Jack ist unvorstellbar selbstständig und viel zu erwachsen. Man ist wütend, dass der sympathische Junge kein Lausbube sein kann. Immer türmen sich neue Probleme auf, die er zu lösen versucht.
Wenige Erwachsene helfen.
Jack ist getragen vom hohen Gut der Bruderliebe zum fünfjährigen Manuel.
Meiner Meinung nach ist der Streifen ein herzzerreißendes Drama und eine beeindruckende Parabel auf die grausame Einsamkeit, die in der Großstadt unserer Tage herrschen kann.
Außer mir saßen in der Vorstellung nur noch ein vielleicht zehnjähriger Junge mit seiner Mutter.

 

Uckermark: Prenzlau wächst

Prenzlau_Laga-Gelände

Vom Mai 2013 bis April 2014 wurden 1113 Neubürger in Prenzlau registriert, und im gleichen Zeitraum kehrten 993 Einwohner der uckermärkischen Kreisstadt den Rücken!

Uckermark: Kirche in Nieden

Foto: Jabs

Foto: Jabs

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Ein interessanter Artikel aus dem Heimatkurier vom 25.08.2014. Das Foto habe ich 1990 gemacht.

Diverses: Hüte/Kappen

Foto 3,4: Jabs

Foto 3,4: Jabs

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Wir regen uns auf, wenn die jungen Menschen heutzutage ihre Kappen auch in geschlossenen Räumen nicht absetzen mögen. (Foto 3,4)

Seinerzeit trug Jedermann Hut! (Foto 1, 2)

Fotografie, Mattscheibe: Anton Corbijn

Fotos: Anton Corbijn

Fotos: Anton Corbijn

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Ein schwermütig erscheinender Anton Corbijn macht einprägsame, raue, oft grobkörnige Bilder von Popkünstlern.

Fussball, Mattscheibe: Fußballberichterstattung im Fernsehen von Filmdramaturgen analysiert

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Interessante Parallelen zwischen dem zeitgenössischen deutschen Film und einheimischen Fußballübertragungen am Beispiel des Weltmeisterschaftshalbfinals Brasilien – Deutschland.
Eine ausführliche heftige (und ziemlich einseitige) Kritik am deutschen ZDF-Reporter.
Bela Rethy beschreibt das Spiel. Englische Reporter interpretieren es, weil sie es lesen können?

 

Bücher: Lutz Seiler:”Zuhausesein ist eigentlich das schönste”

Foto: Jabs (Synagoge in der Rykestraße)

Foto: Jabs (Synagoge in der Rykestraße)

Der Buchpreisgewinner spricht in einem interessanten Interview über ein Elternhaus ohne Bücher und Heimatliebe als Alterserscheinung. Lutz Seiler muss nicht mehr verreisen, er sitzt lieber allein zu Hause in einer Wohnhöhle und denkt nach, denn Ideen reifen oft sehr langsam. Man wird dabei asozial, macht nicht mal mehr Urlaub. Das Ziel der Kunst ist es, den Werken die Mühen nicht anzusehen, die sie dem Schöpfer machten.
Lustig sind die Bemerkungen über die Assel in der Oranienburger Straße und die Rykestraße mit der Schankwirtschaft Seeblick als sein Dorf in der Wendezeit.
Mich begeistern seine Einlassungen über den unschätzbaren Wert von mit Bleistift geschriebenen Notizbüchern, die man auch bei Waldspaziergängen am Mann hat.

http://www.berliner-zeitung.de/literatur/interview-mit-buchpreis-gewinner-lutz-seiler-ein-jahr-lang-in-die-qualkasse-eingezahlt,10809200,28669840.html