Category Archives: Kino

Kino: Kino: “Final Portrait”

(grandiose) Fotos Alberto Giacometti von Henri Cartier-Bresson!

(grandiose) Fotos Alberto Giacometti von Henri Cartier-Bresson!

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Mir hat dieser so positiv besprochene Film über 18 Tage aus Leben Alberto Giacomettis im Jahr 1964 nicht so recht gefallen, obwohl mich der Stoff interessiert, denn für einen Büromenschen mit einem langweiligen Job ist die Vision des anscheinend ungezwungenen Lebens eines berühmten Künstlers einfach wahnsinnig fesselnd.
Aber ich mag es schon nicht so, wenn der Hauptdarsteller dem Filmhelden äußerlich allzu ähnlich sieht. In der Handlung und wenig nuancierten Charakterzeichnung der Figuren kommt mir zu vieles schlicht zu klischeehaft, mitunter plump daher. Es entsteht kein Schwung, der den Zuschauer zu fesseln vermag.
Zur Technik: Ganz toll fand ich die wunderbar entsättigten(?) Farben der Filmkopie!
Ein nachdenkenswertes Zitat Giacomettis: “Gibt es einen besseren Nährboden für den Selbstzweifel als den eigenen Erfolg?” (Übrigens gibt es das Wort “nachdenkenswert” im Duden nicht!)

http://www.spiegel.de/kultur/kino/alberto-giacometti-kuenstlerfilm-final-portrait-kritik-a-1160882.html

Kino, Mattscheibe, Uncategorized: “Mommy”

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Viele Filmkritiker sehen in Xavier Nolans “Mommy” ein Meisterwerk.

Der junge, wohl unwahrscheinlich talentierte Kanadier schrieb das Drehbuch und führte die Regie in einem sehr interessanten und intensiven Streifen. Er beeindruckt neben der sehr starken Handlung auch mit großartigen Bildern. Erzählt wird eine Geschichte über die Liebe, die Mutterliebe.

Fussball, Kino: “The Story of the Kop”

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https://www.youtube.com/watch?v=cwFtdHV-oUc&t=51s

P.S. Am 18. Mai kommt der Dokumentarfilm “You’ll Never Walk Alone” von André Schäfer in die Kinos:

Kino, Mattscheibe: “Victoria” in der Arte Mediathek

Foto: Jabs

Foto: Jabs

(Falls man den Film im Kino verpasst hat:)
Ein preisgekröntes Meisterwerk aus deutschen Landen!

Sebastian Schipper drehte “Victoria” 2015 in einer einzigen Einstellung (Kamera: Sturla Brandth Grøvlen!) in der Mitte Berlins.
Die Geschichte wird unglaublich intensiv, aber stringent erzählt, sie kommt angenehm uninszeniert daher. Die überragenden Akteure sind immer authentisch, schauspielern nicht. Atemberaubendes und anhaltendes Tempo hält die Spannung des Filmfreundes ständig hoch. Manchmal wähnt man den Verlauf einem Ende zustreben – zack! – tut sich eine erneute Wendung auf (128 Minuten lang). Das macht viel Freude, man kann sich der Wirkung der Filmhandlung gar nicht entziehen. 
Die Filmmusik begleitet die Bilder kongenial: Nils Frahm und DJ Koze.
(Befremdlich war aber eine mir unerklärliche Kleinschreibung von Dingwörtern in den deutschen Untertiteln.)

http://www.arte.tv/de/videos/051624-000-A/victoria?autoplay=1

Fotografie, Kino: Robert Frank – Don’t Blink

Robert Frank (U.S.A., b. Switzerland, 1924), Detroit, 1955. Gelatin silver print. Gift of Raymond B. Gary, 1984.492.15.

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Fotos: Robert Frank

Fotos: Robert Frank

Der Dokumentarfilm wird zurzeit nur noch in ausgesuchten Lichtspielhäusern gezeigt, es ist Eile geboten, wenn man diesen interessanten Streifen nicht verpassen will. Für die Freunde der althergebrachten Schwarzweißfotografie ist ein Kinobesuch wohl eine Pflichtveranstaltung…
In die Lobgesänge der Filmritiker kann ich nicht ganz einstimmen. Alles erschien mir hastig – so gern wäre ich der Handlung gefolgt, aber das allzu rasante Tempo der Erzählung ließ das nicht zu. Die meisten Fotos rauschen einfach zu schnell am Auge des wahrlich geneigten Zuschauers vorbei.
Dabei hätte ich so gern mehr erfahren und gesehen. Großartig sind eingefügte Zeitdokumente des Schaffens von Robert Frank, insbesondere die Filmaufnahmen mit den legendären Beatniks. Dabei wird  die Stimmung durch die augesuchte und sehr verschiedene Musik befeuert.

 

http://www.tagesspiegel.de/kultur/dokumentation-ueber-robert-frank-chaos-ist-sein-konzept/19666398.html

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/film/beatnik-mit-kamera-ein-dokumentarfilm-ueber-den-92-jaehrigen-fotografen-robert-frank-26702912

 

https://www.youtube.com/watch?v=bt97Jomj5nw

https://www.youtube.com/watch?v=TfQCgVnRqzw

 

https://www.youtube.com/watch?v=TknY89kECq0

https://www.youtube.com/watch?v=NDYrEgaw0hc

Kino, Mattscheibe: Aki Kaurismäki

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Interessante Einlassungen zum tollen “Le Havre” des “Verweigerers” Kaurismäki:

http://cinema.arte.tv/de/artikel/musikalische-top-5-aki-kaurismaeki

http://www.sueddeutsche.de/kultur/le-havre-im-kino-sonniges-vom-chef-melancholiker-1.1139832

(Das so aktuelle “Le Havre” mit bekannt brillanten Schauspielern ist ein Hohelied auf die nachbarschaftliche Solidarität. Der Film fasziniert mich besonders durch einen eigenwilligen und konsequent reduzierten Einsatz von Farben.)