Category Archives: Kino

Kino, Mattscheibe: “Als wir die Zukunft waren”

Foto: Jabs

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Sieben DEFA-Regisseure erinnern sich an ihr Heranwachsen im DDR-Sozialismus.
Seinerzeit erlernten sie ihr Handwerk an der Filmhochschule Babelsberg und trafen sich jetzt in der Uckermark wieder. Anscheinend wollten die Alumni aus dem Wiedersehen auch einen Film machen. Die Schicksale sind einfach interessant, aber die Dokumentation überzeugt mich nicht richtig. Es gibt wenig großartige Bilder, obwohl auch Thomas Plenert die Kamera führte. Schön sind die Archivaufnahmen aus dem Fundus der Protagonisten und die Originalaufnahmen aus den 50er und 60er Jahren. Störend empfand ich die Animationen. Insgesamt finde ich diese Produktion durchaus als sehenswert.

http://mediathek.rbb-online.de/tv/Dokumentation-und-Reportage/Als-wir-die-Zukunft-waren/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822114&documentId=51665922

Kino: “Shape of Water”

Foto: Jabs

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Der Märchenfilm hat den Oscar dieses Jahres und unzählige andere wichtige Filmpreise gewonnen.

Ich fand die Farben und das Filmset (Baltimore, Anfang der Sechzigerjahre) sehr schön.
In die überschwänglichen Lobgesänge des Feuilletons zu dieser gewaltigen Produktion kann ich nicht einstimmen. Mir war alles zu schwülstig, vorhersehbar, übertrieben. Die Liebesgeschichte ist mir zu konstruiert und platt.

Kino, Uckermark: Prenzlau!

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Vielleicht ist der Artikel im uckermärkischen Lokalblatt die Erklärung dafür, dass ich ziemlich oft ziemlich einsam in Berliner Kinosälen rumsitze…

Kino: Goldener Bär der 68. Berlinale

Foto: Jabs

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Jochen-Martin Gutsch von der Berliner Zeitung analysierte die Arbeit der Berlinale-Jury hervorragend (Ausgabe vom Sonnabend), aber den Sieger der Filmfestspiele 2018 (Ausgabe Montag) konnte wohl niemand voraussagen…

Kino, Mattscheibe: “Fassbinder”

Foto: Jabs

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Die Dokumentation von Annekatrin Hendel (auch bekannt durch “Flake” über den Rammstein-Keyboarder Christian Lorenz, “Vaterlandsverräter” über Paul Gratzik, “Anderson” über Sascha Anderson) beleuchtet das schier unfassbare Werk und Leben des gewaltigen Künstlers Rainer Werner Fassbinder:

http://mediathek.rbb-online.de/tv/Dokumentation-und-Reportage/Fassbinder/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822114&documentId=50127812

(Ich fand diesen Film sehenswert und interessant. Die Kritikerin Cristina Nord von der taz kommt hingegen zu folgendem Urteil: „Gröber geht’s nimmer: Annekatrin Hendel versucht sich an einem Porträt Rainer Werner Fassbinders. Werk und Leben setzt sie umstandslos in eins.“ Man erfahre viel über „Fassbinders Liebesverhältnisse und deren Scheitern, über Steuerschulden, Aufputsch- und Beruhigungsmittel, [aber] so gut wie nichts über Ästhetik, Programm, Ideen, politische Positionierungen und die intensive Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte“.)

Kino, Mattscheibe: Akt – Naked Beauty

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Ein Dokumentarfilm Mario Schneiders, der nicht nur für Leipziger oder Maler interessant sein könnte. Er zeigt uns interessante Menschen beim Aktmodell stehen, aber noch beeindruckender sind die aufgezeigten persönlichen Schicksale der Porträtierten.

Kino, Musik: Sigur Rós: Heima

Foto: Jabs

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Wer sich anderthalb Stunden von Musik und Bildern verzaubern lassen will, kann sich noch mal diesen Dokumentarfilm der fabelhaften Combo Sigur Rós zu Gemüte führen.
(Ich habe mir das unzählige Male angehört und kann mich der Magie der einfach liebenswerten isländischen Jungens immer noch nicht entziehen.)

https://www.youtube.com/watch?v=AotZiyzsVjQ

Kino: “Loving Vincent” – ein Zeichentrickfilm

Foto: Jabs

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Gerade ist in den deutschen Kinos die britisch-polnische Koproduktion (Dorotha Kobiela und Hugh Welchman) über das Leben und Sterben Vincent van Goghs angelaufen. “Die Kritik” spricht vom schönsten Kunstfilm des Jahres!
Beeindruckend und in der Geschichte einmalig: 125 Künstler erarbeiteten wohl fast 65000 Ölgemälde, die den Film zu einem Bildgewitter werden lassen. Die Bilder wurden im Stil des Begründers der modernen Malerei geschaffen und zitieren viele Motive des großartigen Künstlers. Das ist ein Hohelied auf das Handgemachte!
Mir erzählt dieser Krimi viel über Bruderliebe. Die Handlung ist unkompliziert. Anstrengend wird das Ansehen, da die Bilder in den Farbaufnahmen immer ziemlich “flackern”. Die Rückblenden erscheinen in einem ruhigeren Schwarz-Weiß.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst/kunstfilm-loving-vincent-ein-leben-in-65-000-bildern-15360314.html

Kino, Mattscheibe: “Die Frau mit den 5 Elefanten”

Foto: Jabs

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Am heutigen Totensonntag gab es einen wunderschönen Dokumentarfilm im Fernsehfunk zu sehen.

Es irritiert mich, dass in diesem zärtlichen Porträt einer so angenehm klugen Frau zum durchdachten Umgang mit der deutschen Sprache angeregt wird, im Titel aber die Ziffer “5” Verwendung findet. Es wäre aber doch wohl viel besser, das Wort “fünf” zu gebrauchen.
Svetlana Geier zitiert Wladimir S. Solojew: 
„Lieber Freund, siehst du denn nicht,
dass alles das, was unsere Augen schauen
nur Abglanz ist von Ungesehenem?
Lieber Freund, hörst du denn nicht,
dass alles was unsere Ohren hören,
nur ein Widerhall ist, ein entstellter Widerhall
von triumphierenden Harmonien?
Lieber Freund, spürst du, ahnst du denn nicht,
dass es nur eins auf Erden gibt –
das ist das, was ein Herz dem anderen
in einem wortlosen Gruß sagen kann.”