Monthly Archives: June 2016

Diverses: Scharlatanerie?

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Ich glaube eigentlich eher der Schulmedizin.
In meinem Gesicht störte eine Warze/Wucherung/? ungemein bei der Rasur.
Und ich testete ein von einer Freundin ausprobiertes Rezept:
Der Faden einen gebrauchten Teebeutels wird in Erde (Blumenkasten auf dem Balkon) vergraben. Dann soll man das Getane vergessen. (War in meinem Fall unmöglich, da ich mich fast täglich rasiere.) Ist dann der Bindfaden verrottet, soll der Hautpickel geradezu magisch verschwunden sein.
Nach einigen Wochen war mein Problem an der Wange erledigt…

Ausstellungen, Bücher, Fotografie: Jörn Vanhöfen

Fotos: Jörn Vanhöfen

Fotos: Jörn Vanhöfen

Jörn-Vanhöfen-Bitterfeld-1990 Jörn-Vanhöfen-Krampnitz-1990 Jörn-Vanhöfen-Leipzig-1989 Jörn-Vanhöfen-Markkleeberg-1989

Thema “Zwischenzeit”:
Der Fotokünstler kam mit der Wende 1989 in den Osten und beobachtet das Leben in dieser stürmischen Zeit. Jörn Vanhöfen fand ruhige, beklemmende Motive.
Alles hat man schon mal gesehen. Diese Bilder hauen mich nicht um, sind aber hervorragend gemacht. Aufgenommen im Großformat hängen noch bis Ende Juli tolle Originalbarytabzüge an den Wänden der schicken Mitte-Galerie Kuckei & Kuckei. Sie haben auch ihren Preis: ein 40×50 cm Foto kann man für 2300 Euro erstehen.
Zur Ausstellung gibt es einen im Thomas Reche Verlag erschienenen Katalog. Das ist ist eine großartige Arbeit! Auf wunderschönem, warmen Papier brillant gedruckt, ist das Blättern und Ansehen ein haptischer und optischer Genuss.
Mit einem Text  Herta Müllers werden die Fotos zu einem Buch: “Herzwort und Kopfwort” (40 Euro). Die Literaturnobelpreisträgerin beleuchtet das Thema “Exil” aus unterschiedlichen biografischen Perspektiven.

Bücher, Fussball: Nick Hornby in “Fever Pitch”

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Meine Lieblingszitate:

“Ich will damit nicht sagen, dass die gedankliche Beschäftigung mit Fußball grundsätzlich eine unpassende Verwendung der Fantasie ist…

Ich verliebte mich in den Fußball, wie ich mich später in Frauen verlieben sollte:                                                                                                                                                                                  plötzlich, unerklärlich, unkritisch und ohne einen Gedanken an den Schmerz und die Zerrissenheit zu verschwenden, die damit verbunden sein würden…

Ich tendiere dazu, den metaphorischen Wert des Fußballs zu überschätzen, und ihn deshalb in Unterhaltungen einführe, in die er einfach nicht hineingehört…

Mir wurde schon immer vorgeworfen, die Dinge, die ich liebe – natürlich Fußball, aber auch Bücher und Platten -, viel zu ernst zu nehmen, und ich empfinde tatsächlich eine Art Wut, wenn ich eine schlechte Platte höre oder wenn jemand sich für ein Buch, das mir sehr viel bedeutet, nicht sonderlich erwärmen kann…

Jetzt scheint mir, dass Erwachsenwerden vom Willen beherrscht ist, dass man wählen kann, ein Erwachsener zu werden, allerdings nur in bestimmten Augenblicken…

Ich weiß, was unterhaltsamer Fußball ist. Und ich habe die seltenen Anlässe geliebt, bei denen es gelungen ist, ihn zu produzieren…

Wir hatten Leidenschaften anstelle von Persönlichkeit…

Als ich geschrieben habe, dass Fußball auf mich entwicklungsverzögernd wirkt, habe ich das ernst gemeint…

Selbstverständlich ist Intelligenz bei einem Fußballer keine schlechte Sache, speziell bei einem Spielmacher,                                                                                                                                  obwohl diese Intelligenz nicht die gleiche Intelligenz ist, die man braucht, um, sagen wir mal, einen “schwierigen” europäischen Roman zu genießen.                                                                    Paul Gascoigne hat fußballerische Intelligenz im Überfluss, aber trotzdem ist es offensichtlich und legendär, dass ihm selbst Ansätze von gesundem Menschenverstand fehlen…

Es muss viele Väter überall im Land geben, die die grausamste und niederschmetternste aller Ablehnungen erleben mussten: Ihre Kinder wurden zu Anhängern des falschen Teams…

Mein ganzes fußballerisches Leben habe ich mit Menschen verbracht, die lernen mussten, vom Fußball ausgelöste Stimmungen zu tolerieren…

Du musst dich dem Leben verschreiben,das du dir ausgesucht hast. Und du hast es dir ausgesucht – die meisten Menschen tun noch nicht mal das…

Der natürliche Grundzustand des Fußballfans ist bittere Enttäuschung, egal wie es steht. Ich habe aber gelernt, das Elend, das der Fußball bietet, zu genießen.                                                            Woche für Woche, Jahr für Jahr, erscheinen wir in dem sicheren Wissen, dass uns das, was uns bevorsteht, zutiefst deprimieren wird…

Sport und das Leben, besonders das künstlerische Leben, entsprechen einander nicht genau. Eines der tollen Dinge am Sport ist seine grausamer Klarheit: Es gibt, zum Beispiel, nicht so etwas wie einen schlechten Einhundertmeterläufer oder einen hoffnungslosen Vorstopper, der Glück gehabt hat; im Sport wirst du entlarvt…

Der Fußball hat sich in über hundert Jahren nicht wirklich groß gewandelt:                                                                                                                                                                                                   Weil die Leidenschaften, die das Spiel hervorruft, alles verzehren, einschließlich Takt und gesunden Menschenverstand…

Also seid bitte denen gegenüber tolerant, die einen Augenblick im Sport als ihren schönsten Augenblick überhaupt beschreiben…

Je älter ich werde, desto unangemessener und reizloser ist die Tyrannei, die der Fußball über mein Leben und damit über das Leben der Menschen um mich herum ausübt…

Ich mache mir Sorgen, dass alles damit verschwinden und ich mit diesem riesengroßen Loch zurückbleiben würde, das der Fußball immer ausgefüllt hatte…”

(Auch durch Berichterstattung rund um die Fußballeuropameisterschaft lasse ich mir die Freude an dem Spiel nicht versalzen.)

Diverses: Tipp für heiße Sommertage

Bier

Um warmes Bier schnell kalt zu bekommen, benötigen Sie lediglich Salz, Wasser, Eis und ein größeres Gefäß. Mischen Sie alles 1:1:1 zusammen und stellen Sie die Bierflaschen hinein. Durch das Salz kühlt das Wasser schneller ab. Die Temperatur des Gemisches sinkt auf wenige Grad Celsius und bereits nach zwei Minuten sind die Flaschen erfrischend kalt. Das Salz sorgt nämlich dafür, dass das Eis schmilzt. Dafür wird Energie benötigt. Diese wird dem Bier entzogen und dadurch kühlt es ab. Allerdings sollten Sie nicht zu viel Salz verwenden und die Flaschen nicht zu lange im Wasser lassen, sonst können sie platzen.

(Anm.: Im vergangenen Jahr kauften die Deutschen 6,1 Milliarden Liter Bier!)