Category Archives: Bücher

Bücher: Judith Schalansky

Foto: Jabs

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Hier findet man unter “Lesung” fünf fast halbstündige Teile des Romans “Verzeichnis einiger Verluste”:
Hier überschwängliche Rezensionen, Anmerkungen:

Bücher: Jens Sparschuh: “Das Leben kostet viel Zeit”

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Ein trauriger Roman – Geschichten aus einem Altersheim. Das Buch hat mich nicht überzeugt, einige Episoden erscheinen mir zu banal, die Sprache ist ab und an zu bemüht, Ungenauigkeiten stören (“Walfische” u. a. m.)

Zitate:

“Das Leben, so lautete sein erstes, vorläufiges Fazit, kostet viel Zeit. Dementgegen stand Fazit Nr. 2 – ebenfalls noch provisorisch, aber auch nicht völlig verkehrt: Kaum hat man sich daran gewöhnt und ein bisschen eingelebt im Leben, hört es schon wieder auf.”
“Jedes Leben ist ein Roman. Und der Verfasser ist unbekannt.”

Bücher, Kunst: Juli Zehs “Unterleuten” als sechsstündiges Hörspiel!

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Heute ab 12 Uhr im RBB Kulturradio:
Oh, in dem Tagesspiegel-Artikel wimmelt es nur so von modischen Anglizismen! Für alle alten Leute: “Binge-Listening” ist wohl das übermäßige, intensive Zuhören.
Man kann das Hörspiel auch “nachhören”:

Bücher: Juli Zeh: “Unterleuten”

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Der Roman wurde mir von unzähligen Freunden empfohlen. Nun habe ich das Buch endlich gelesen: ein wahres Meisterwerk! Die Geschichten werden so schön und klug erzählt, dass das Lesen jeder Seite große Freude und immer Genuss bereitet. 
 
Zitate:
“Jenseits von jugendlichen Leidenschaften begegnete man der Welt am besten mit gut gekühltem Pragmatismus.”
“Männer besaßen keine Persönlichkeit, sie waren alle gleich. Wer echtes Leben wollte, musste sich mit Frauen umgeben.” 
“Sein halbes Leben hatte Gerhard an dem Widerspruch zwischen Denken und Handeln gelitten. Er hatte sich als Intellektueller gefühlt und versucht, darin eine Auszeichnung zu sehen, die für andauerndes Scheitern entschädigte. Insgeheim war ihm schon lange klar gewesen, dass der Satz “Der Klügere gibt nach” eine Falle darstellte und dass es sich beim Zusatz “bis er der Dumme ist” nicht um einen Witz, sondern um eine logische Konsequenz handelte.”
“Vielleicht, dachte Arne, wurden Gefühle einfach nicht so alt wie Menschen. Ab einem gewissen Alter lebten Ehepartner wie Mitbewohner in einer WG, falls sie nicht längst geschieden waren. Kinder und Eltern hörten auf, einander zu mögen, besuchten sich trotzdem und waren froh, wenn der andere wieder verschwand. Freunde verloren sich aus den Augen, Nachbarn verwandelten sich in Feinde. Liebschaften wurden lästig, alte Schulkameraden peinlich, und selbst ein Haustier fing irgendwann an zu nerven. Jenseits von jugendlichen Leidenschaften begegnete man der Welt am besten mit gut gekühltem Pragmatismus.”