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Musik: 64

Foto: Jabs

Foto: Jabs

An meine Altersgenossen:

https://www.youtube.com/watch?v=vAzaOZfgf0M

Wenn ich 64 bin

Wenn ich älter werde und mir die Haare ausfallen,
In vielen Jahren einmal,
Wirst du mir dann auch noch eine Valentinskarte schicken,
Geburtstagsgrüße, eine Flasche Wein?

Wenn ich ausginge bis um Viertel vor drei,
Würdest du die Türe zusperren?
Wirst Du mich noch brauchen,
Wirst du mir noch Essen machen,
Wenn ich 64 bin?

Du wirst auch älter sein …
Und wenn du es willst,
Könnte ich bei dir bleiben.

Ich könnte mich nützlich machen,
Eine Sicherung austauschen,
Wenn bei dir das Licht mal ausgefallen ist.
Du kannst am Kamin sitzen und mir einen Pullover stricken,
Sonntagmorgens könnten wir eine Spazierfahrt unternehmen.

Ich könnte im Garten arbeiten, das Unkraut jäten –
Wer könnte noch mehr verlangen?
Wirst du mich noch brauchen,
Wirst du mir noch Essen machen,
Wenn ich 64 bin?

Jeden Sommer könnten wir uns ein Ferienhäuschen mieten,
Auf der Isle of Wight, wenn das ist nicht zu teuer ist.
Wir werden knausern und sparen,
Mit Enkelkindern auf deinem Schoß,
Vera, Chuck und Dave.

Schick mir eine Postkarte, schreib mir ein paar Zeilen,
In denen du deinen Standpunkt äußerst.
Zeige mir genau an, was du meinst.
Mit herzlichen Grüßen
Dein Dahinwelkender

Gib mir deine Antwort, füll ein Formular aus,
Du, für immer mein.
Wirst du mich noch brauchen,
Wirst du mir noch Essen machen,
Wenn ich 64 bin?

Musik: Wenn der Sommer nicht mehr weit ist

Foto: Jabs

Foto: Jabs

WENN DER SOMMER NICHT MEHR WEIT IST

 

Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
und der Himmel violett,
weiß ich, dass das meine Zeit ist,
weil die Welt dann wieder breit ist,
satt und ungeheuer fett.

Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
und die Luft nach Erde schmeckt,
ist’s egal, ob man gescheit ist,
wichtig ist, dass man bereit ist
und sein Fleisch nicht mehr versteckt.

Und dann will ich, was ich tun will, endlich tun.
An Genuss bekommt man nämlich nie zuviel.
Nur man darf nicht träge sein und darf nicht ruh’n,
denn Genießen war noch nie ein leichtes Spíel.

Wenn der Sommer nicht mehr weit ist
und der Himmel ein Opal,
weiß ich, dass das meine Zeit ist,
weil die Welt dann wie ein Weib ist,
und die Lust schmeckt nicht mehr schal.

Wenn mein Ende nicht mehr weit ist,
ist der Anfang schon gemacht.
Weil’s dann keine Kleinigkeit ist,
ob die Zeit vertane Zeit ist,
die man mit sich zugebracht.

Und dann will ich, was ich tun will, endlich tun.
An Genuss bekommt man nämlich nie zuviel.
Nur, man darf nicht träge sein und darf nicht ruh’n,
denn Genießen war noch nie ein leichtes Spiel.

 

Musik: Tom Schilling und seine Jazz-Kids

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Wie so oft:
Das Interview (im Tagesspiegel) mit Tom Schilling (, der in “Oh, Boy” als Schauspieler brillierte,) klingt interessant –
“Ich lasse mir nichts schreiben und tue so. als könnte ich singen…
Ich kann im Gegenteil was hinzufügen, das sich stark von anderen Pop-Platten unterscheidet…
Die ganze Platte ist persönlich aufgeladen. Ich finde, das sollte Kunst immer sein…
Dann ist da noch meine Vorliebe für die osteuropäische Schwermut und für Volksmusik…
Ich habe Gerhard Richter einen Brief geschrieben, und der hat seine Wirkung entfaltet. Für mich war schon lange klar, dass das Cover ein Seestück sein muss (Gerhard Richter: “Seestück, bewölkt, Werkverzeichnis 235″). Das verbildlicht am ehesten meinen Gemütszustand und auch die Atmosphäre der Songs…
Bettina Wegner nennt die Dinge beim Namen. Das ist die Verbindung zu meiner Musik…
Die deutsche Sprache purzelt nur so aus mir heraus…”

Fussball, Musik: Cats on Fire: Our Old Centre Back (dt. Unser alter Innenverteidiger-Manndecker)

Grafik: Jabs

Grafik: Jabs

Was für ein großes Fußballlied!

I can see your silhouette from where I sit
Not all of your garden lights are properly lit

Now, I was the one suppose to go on the attack
You are in the house with our old centreback

He learned the secret of a good sales pitch
My sources tell me that he’s filthy rich

You mistook me for the painter at the private view
I was merely standing in the champagne queue

But if you think I look good in a beret
Then I’d be more than happy
To be there and to get the chance to say
That art just imitates football

Now, from my view here behind the tree

It’s easy to see why it’s him and not me

A towering figure projected on the shade
Our centreback he was never afraid

Now, I was never much of a number nine
And I thought I was too bright for the assembly line

You mistook me for the painter at the private view
I was merely standing in the alcohol queue

But if you think I look good in a beret
Then I’d be more than happy
To be there and to get the chance to say
That life just imitates football

 

Musik: Senore Matze Rossi

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Ein wunderschönes Lied mit einem großartigen Text:

 
WUNDER

Ich seh’ die Bäume
wie sie geduldig den Jahreszeiten widerstehen
Und ihre kleinen Schwestern,
die in den herrlichsten Farben und Formen blühen
Und ich seh’ die Tiere
sich weder Gut noch Böse dem Leben hingeben
Und alles so perfekt bis ins kleinste Detail zusammengehört

Und du willst mir erzählen
Du hast noch nie, nie, nie
Ein Wunder gesehen
Ja du willst mir erzählen
Du hast noch nie, nie, nie
Ein Wunder gesehen

Ich seh’ das Meer
Das große Wasser aus dem alles Leben entsprang
Und ich seh’ die Sonne
wie sie die Welt in ein Licht taucht, das niemand beschreiben kann
Und jede Nacht seh’ ich den Mond
Millionen Sterne am Firmament
wie sie leuchten und funkeln
Dann werd’ ich still, so still

Und du willst mir erzählen
Du hast noch nie, nie, nie
Ein Wunder gesehen
Ja du willst mir erzählen
Du hast noch nie, nie, nie
Ein Wunder gesehen

Und ich seh’ die Menschen
wie sie geboren werden, um dann irgendwann zu sterben
Dazwischen geht es nur um atmen
um nehmen und geben, um lieben und leben
Welche Rolle nimmst du ein?
Auf welcher Seite willst du stehen?
Wie du dich entscheidest liegt nicht in deinen Genen
Und alles was ich seh’ sind meine Kinder, meine Kinder

Und du willst mir erzählen
Du hast noch nie, nie, nie
Ein Wunder gesehen
Ja du willst mir erzählen
Du hast noch nie, nie, nie
Ein Wunder gesehen

Sie verbergen sich in den einfachen Dingen
Sind gegenwärtig, alltäglich und scheinen schlicht und still
Du kannst sie nicht besitzen
doch das muss dich nicht quälen
Du kannst nur üben und üben und üben
mit deinem Herz zu sehen
Du kannst nur üben und üben und üben
mit deinem Herz zu sehen