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Musik: Ein Mozart-Kanon vulgär

Foto: Jabs

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“Leck mir den Arsch fein recht schön sauber”

Der mutmaßlich originale Text Mozarts, der 1991 wiederentdeckt worden ist, lautet:
“Leck mire den A… recht schon,
fein sauber lecke ihn,
fein sauber lecke, leck mire den A…
Das ist ein fettigs Begehren,
nur gut mit Butter geschmiert,
den das Lecken der Braten mein tagliches Thun.
Drei lecken mehr als Zweie,
nur her, machet die Prob’
und leckt, leckt, leckt.
Jeder leckt sein A… fur sich.”
Hiervon war früher nur der Textanfang bekannt, in der Lesart Leck mir den Arsch fein recht schön sauber. In den ersten Druckausgaben der Mozartwerke von Breitkopf & Härtel wurde der ursprüngliche Text durch einen unverfänglichen ersetzt:
“Nichts labt mich mehr als Wein
er schleicht so sacht hinein
er schleicht so sacht, er schleicht sacht hinein!
Er netzt, wenn alles gleich lechzet, die trockenen Kehlen allein;
läßt wenn Murrkopf auch ächzet, stets fröhlich mich sein.
Drum schwingt mit mir die Gläser! Stoßt an!
Laßt alle Sorgen sein! Stoßt an!
Wir ersäufen sie im Wein!”

 

Kino, Musik: Ausschnitte aus Gundermann-Texten

Foto: Jabs

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HIER BIN ICH GEBOREN

Hier bin ich geborn
Wo die Kühe mager sind wie das Glück
Hier hab ich meine Liebe verlorn
Und hier kriege ich sie wieder zurück

Hier sind wir alle noch Brüder und Schwestern
Hier sind die Nullen ganz unter sich
Hier isses heute nicht besser als gestern
Und ein Morgen gibt es hier nicht

UND MUSST DU WEINEN

Die haben harte Hände und ein hartes Herz,
die streiten ohne Ende und die sterben früh.
Die suchen ein Vergnügen und finden nur den Schmerz.
Die können lügen, aber leben können die nie.
Verbrenn die armen Träume,
reiß das Häuschen nieder,
verkauf das Holz der Bäume und den Duft vom Flieder.

Und willst du reich sein dann liebe dir ein Kind,
doch lass es weich sein,
so butterweich sein,
wie deine Alten nie gewesen sind.

 
WEISSTUNOCH

der garten bäumt sich auf
ein letztes mal
wirft seine bunten schätze und jetzt bezahl
jajajaja
wir wissen dass alles was kommt
auch wieder geht
warum tut es dann immer wieder
und immer mehr weh
 
Vorschau auf den Dresen-Film:

Musik: Abendlied

Foto: Jabs

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ABENDLIED

(Text: Hans Dieter Hüsch, Musik: Blumfeld)

 
https://www.youtube.com/watch?v=0DiChXD_4WE

Schmetterling kommt nach Haus  

Kleiner Bär kommt nach Haus
Känguru kommt nach Haus  
Die Lampen leuchten – der Tag ist aus
Kabeljau schwimmt nach Haus  
Elefant läuft nach Haus
Ameise rast nach Haus  
Die Lampen leuchten – der Tag ist aus
Fuchs und Gans kommen nach Haus  
Katz und Maus kommen nach Haus
Mann und Frau kommen nach Haus  
Die Lampen leuchten – der Tag ist aus

Alles schläft und alles wacht  

Alles weint und alles lacht
alles schweigt und alles spricht 
Alles weiß man leider nicht
alles schreit und alles lauscht 
Alles träumt und alles tauscht
sich im Leben wieder aus  
Es sitzt schon der Abend auf unserem Haus

Schmetterling fliegt nach Haus  

Wildes Pferd springt nach Haus
altes Kind kommt nach Haus 
Die Lampen leuchten – der Tag ist aus
 
(Das Lied singt auch der großartige Franz Rogowski in dem auf der diesjährigen Berlinale vorgestellten Christian Petzold-Spielfilm “Transit”.)