Category Archives: Ausstellungen

Ausstellungen, Fotografie: Joachim Richau: “Fragment”

Photonews 10/2017

Photonews 10/2017

In den Galerieräumen der Alfred Ehrhardt Stiftung kann man vorzüglich gedruckte Bilder verschiedener Formate auf hochpreisigen Papieren von Hahnemühle und Canson ansehen (Verkaufspreise von 850 bis 10000 €).
Ich kann mit den Aufnahmen aus schwedischen Steinbrüchen nicht allzu viel anfangen.

http://www.alfred-ehrhardt-stiftung.de/index.php?aktuelle-ausstellungen

http://www.art-magazin.de/ausstellungen/berlin/20424-evnt-joachim-richau-fragment-oder-die-gegenwart-des-zweifels

https://vimeo.com/224064958

Ausstellungen, Fotografie: Claudius Schulze bei Robert Morat in Berlin

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Die berühmte Mitte-Galerie stellt großformatige Drucke (zum deftigen Verkaufspreis von 4500 €) aus.  Meine Begeisterung beim Ausstellungsbesuch hielt sich in Grenzen.

Ausstellungen, Fotografie: Danny Lyon in C/O Berlin

Fotos: J. Jabs

Fotos: J. Jabs

Foto_Jabs_Lyon_2

Berliner Zeitung 29.08.2017

Berliner Zeitung 29.08.2017

Der weltbekannte Fotokünstler Danny Lyon wird endlich in Berlin ausgestellt.
(Interessant war es zu erfahren, dass der Großmeister die ersten Aufnahmen mit einer EXA aus der DDR-Produktion machte…)
Sein Ruhm gründet sich insbesondere auf die auch in der C/O-Galerie gezeigten Bilder der Demonstrationen der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der 1960-er Jahre. Diese Motive sind politisch außerordentlich brisant und wichtig.
Fotografisch interessanter kommt mir die Serie “Bikeriders” von 1966/1967 vor, die also früher entstand als der Kultfilm “Easy Rider” die Kinos eroberte. Der junge Danny Lyon (geb. 1942) war jahrelang Mitglied einer Motorrad-Gang in Chicago, also Teil der “Szene”. In dieser Zeit waren die Harley Davidson-Jünger gesellschaftlich noch nicht so schlecht beleumundet wie heute. Und die anscheinend lässigen Typen sahen wirklich klasse aus, so konnte der Fotograf nicht viel falsch machen.
Immer wieder erwähnen Rezensenten, dass die fotografische Entwicklung auf den Spuren von Walker Evans und dem persönlichen Freund Robert Frank geschah.
Beeindruckend sind unzählige Porträts. Tolle Studien von Menschen aus Lateinamerika und Schwarzarbeitern aus dem Westen der USA.
Bemerkenswert ist, dass die (Original-)Abzüge mal ein heftig kontrastreiches Schwarzweiß aufweisen und dann wieder durch ein großes Grauwertspektrum bestechen. Überrascht haben mich moderne Prints von alten Farbaufnahmen – sie waren sehr schön (siehe Foto 2). Lyon fertigt Collagen zu verschiedenen Themen mit unterschiedlich großen Vintage-Bildern an, das hat was von Amateurfotoalbumsseiten und ist augenscheinlich auch so gedacht.
Etwas befremdlich erscheinen mir die Rahmen, die teilweise um die Fotos gemalt wurden: gebildet von handgemalten verschieden farbigen Filzstiftkreisen…
In den Räumen der Galerie kann man auch einige Filme ansehen, die der Fotograf drehte.
Zitat Danny Lyon: “Aus den schönsten Bildern spricht die Wahrheit am besten.”

Ausstellungen, Fotografie: Fotogalerie Friedrichshain

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Wie nicht anders zu erwarten, sind die Bilder in dieser Ausstellung in der Auslegung des Themas “Ein Tag in Berlin” und der Qualität der Fotos doch sehr heterogen.
Im Gedächtnis blieb mir Sebastian Jacobizs “Neuköllner Treff”.
Sehr interessant war der in der Galerie präsentierte Katalog zum 25-jährigen Jubiläum der Fotogalerie am Helsingforser Platz 1985-2010. Beeindruckend, wie viele namhafte Fotokünstler hier schon ausstellten.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/fotogalerie-friedrichshain-strich-und-strasse/20153060.html

Ausstellungen, Fotografie: Thomas Ruff in der Hauptstadt

Fotos: Jabs

Fotos: Jabs

Foto_Jabs_FA_Thomas-Ruff_2

In der geradezu todschicken Berliner Mitte-Galerie Sprüth Magers wird zum ersten Mal die aktuelle Arbeit “press++” des Düsseldorfers Thomas Ruff gezeigt. Da hat der schillernde Großmeister von ihm gesammelte historische amerikanischer Agenturporträts seinerzeit berühmter Schauspielerinnen und damalige Pressefotos (aus der Zeit von 1920 bis 1970) auf ein modernes riesiges Format von 230×185 cm vergrößert. Die besondere Wirkung wird durch den digitalen Druck der Fotorückseiten auf das vorderseitige Abbild erzeugt. Es macht optisch was her, wenn die rückseitigen Spuren, wie Stempel, handschriftliche Notizen, Texte und etwaige Verschmutzungen auf die Bildseite montiert erscheinen. Des Weiteren ist interessant, wie wild die Bildredakteure die Originalporträts damals bearbeiteten: grobe Retusche der Augenpartien und der Münder, zudem wird der Ausschnitt rücksichtslos auf dem Foto markiert.

Ausstellungen, Fotografie: Josef Koudelka

Fotos: Jabs

Fotos: Jabs

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Einen der ganz großen Künstler, der aus dem Kanon der Fotografiegeschichte nicht wegzudenken ist, kann man in der C/O-Galerie erleben.
Auch wenn der Freund der Fotografie viele Bilder schon mal gesehen hat sind die Originale ein Augenfutter! Wunderschönes, analoges (körniges) Schwarzweiß, dabei dominieren oft Bildflächen tiefen Schwarz. Diese Abzüge sind neu angefertigte Silbergelantine Prints von Koudelkas Negativen. (Er als einer der Meister der Agentur Magnum soll sich übrigens derzeit der Digitalfotografie öffnen…)  Entgegen meiner Vorliebe für kleinere Formate beeindrucken in dieser Ausstellung auch die großen Dimensionen. Die aktuellste gezeigte Arbeit zur Mauer in Israel sind Bilder im Panoramaformat. Sie wird durch riesige Injekt Prints und ein 22 Meter langes, handgemachtes Leporello aus 35 Fotos präsentiert.
Am Ende des Rundgangs musste ich feststellen, dass ich gern mehr als die 120 Motive zu mehr als den drei Themen Invasion, Exiles, Wall gesehen hätte.

http://www.co-berlin.org/josef-koudelka

Ausstellungen, Fotografie: “Die fotografierte Ferne”

Fotos: Jabs

Fotos: Jabs

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Die Berlinische Galerie präsentiert wieder große Fotografie!
Die Ausstellung nimmt die Besucher mit, auf eine Reise – zur Reisefotografie. Dabei geht es nicht um Urlaubsknipserei, sondern die Arbeit renommierter Künstler. Es ist auch ein kleiner historischer Exkurs. Gezeigt werden beispielsweise Aufnahmen aus dem 19. Jahrhundert, japanische unbekannte Lichtbildner sind mit colorierten Bildern auf Kollodium- und Salzpapier oder mit Lichtdrucken vertreten. Der Streifzug durch die Geschichte der Fotokunst führt über Meisterwerke von Erich Salomon, Marianne Breslauer bis zu den schwer angesagten Zeitgenossen wie Tobias Zielony und schließlich Wolfgang Tillmans.
Meine Favoriten sind die Fotos von Thomas Hoepker, der 1963 die USA auf den Spuren von Walker Evans und Robert Frank bereiste und selbstverständlich Ulrich Wüsts Serie “Kopfreisen und Irrfahrten (1980-93)”. Wie gewöhnt wird reduziert, dabei aber analytisch und glasklar in der Form der Inhalt maximal transportiert, das ist beeindruckend!

http://www.tagesspiegel.de/kultur/fotoausstellung-in-der-berlinischen-galerie-ohne-bild-war-ich-nicht-da/19924148.html