Category Archives: Ausstellungen

Ausstellungen, Fotografie: Vivian Maier!

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Die Aufregung um das Auffinden des schier unfassbaren Nachlasses der faszinierenden Vivian Maier scheint anzuhalten. Der Wirbel ist gewaltig! Auch in der zweiten Ausstellung im Willy-Brandt-Haus scharen sich die Kunstinteressierten in Massen um die Werke der großartigen Künstlerin. Unangenehm fällt auf, dass die ziemlich hitzige Vermarktung der Fotografien der 2009 verstorbenen Frau von Geschäftemacherei und einigen Rechtsstreitigkeiten begleitet wird.
Das soll aber nicht davon ablenken, dass die Bilder den aufmerksamen Betrachter begeistern. Welch tolle Porträts! Wie unbefangen blickten die Menschen in die Kamera einer fremden Frau.
Mir fiel auf, dass alle Prints ziemlich starke Kontraste aufweisen – dunkle Bildteile versinken in tiefem Schwarz. Die auch ausgestellten Kontakte sind tonwertreicher. Aber die Wirkung der schön gerahmten großen Abzüge “knallt” so einfach mehr. (Überall sprechen die Fachleute von “Silver Gelatine Prints”. Ich dachte beim Begutachten im Willy-Brandt-Haus, dass es sich um Drucke auf mattem Papier handelt.) Viele Motive sah ich zum ersten Mal. Und mir gefiel diese Präsentation sehr, obwohl ich das quadratische Bildformat der Rolleiflex eigentlich nicht so mag.
Zitat Vivian Maier: „Wir müssen anderen Menschen Platz machen. Es ist ein Rad – man springt auf und fährt bis zum Ende, und dann hat jemand anders die Gelegenheit, bis zum Ende zu fahren, und wird seinerseits von einem anderen abgelöst. Es gibt nichts Neues unter der Sonne.”

Ausstellungen, Fotografie: Miron Zownir in der Galerie Brotfabrik

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Die erstmalig in Berlin präsentierten Bilder faszinieren, obwohl mir vieles etwas zu derb ist. 1995 fotografierte Zownir in Moskau zahllose Opfer der Trunksucht. Es ist irgendwie verstörend, so radikale Aufnahmen von Menschen anzusehen, die vom Schicksal fürchterlich gepeinigt wurden, wenn sie nun gerahmt in dicken Passepartouts an Galeriewänden hängen. 
(Mir sind die Rahmen für die Größe der analogen Abzüge mitunter zu klein und bei einigen Aufnahmen ist die Palette der Grauwerte begrenzt.)

In der interessanten Ausstellung kann man den ungeheuer beeindruckenden Bildband “Berlin noir” mit Stadtbildern und geradezu provokanten, ja obzönen Fotos sexueller Perversionen durchblättern.

Ausstellungen, Fotografie: Alfred-Ehrhardt-Stiftung

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Eine so mannigfaltige Präsentation in der noblen Berlin-Mitte-Galerie!
Verschiedene Techniken von zahlreichen Künstlern zu z. T. astronomischen Preisen.

https://www.berliner-zeitung.de/kultur/fotoausstellung-vom-festhalten-des-fluechtigen-31008332

Ausstellungen, Fotografie: “Brand Wand”

Foto: Jabs ("Schweinebäuche")

Fotos: Jabs (“Schweinebäuche”)

Harf Zimmermann “Brand Wand” in der Berliner Alfred Ehrhardt Siftung
Beeindruckende, riesige Fotos! Die ausgestellten Aufnahmen wurden mit großer Technik gemacht. Einige Motive scheinen den Augen in ihrer Schärfe und Farbigkeit fast wehzutun. Sie können auch den Geldbeutel schmälern – sogar ungerahmt kosten sie noch bis zu 16800 Euro.

 

Ausstellungen: Kunstsammlung des RBB wird in Potsdam präsentiert

Foto: Jabs

Foto: Jabs

https://www.landtag.brandenburg.de/de/aktuelles/ausstellungen/kunst_im_landtag/681098

https://www.landtag.brandenburg.de/de/meldungenzum_ersten_mal_in_diesem_umfang:_rbb-kunstsammlung_„land_stadt_land“_im_landtag/858951?_referer=396519

http://mediathek.rbb-online.de/tv/Abendschau/Kunstschätze-der-Akademie-der-Künste/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3822076&documentId=47536354

https://www.landtag.brandenburg.de/media_fast/5701/006-LBB-Kunstausstellung-rbb_final.pdf

Ausstellungen, Fotografie: Irving Penn: “Centennial”

Fotos: Jabs

Fotos: Jabs

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MoMA eine monumentale Ausstellung Irving Penns. Nach den Stationen New York und Paris gelangten die 240 Bilder nun nach Berlin, zu C/O.
Nun ist Werbe-, Mode- und Prominentenfotografie nicht gerade das, was mich über alle Maßen interessiert, aber dieser Meisterfotograf schuf Ikonen der Lichtbildkunst.
Das Bilderschauen wurde schwierig: Die Galerie war rappelvoll und viele Motive hat der Fotofreund schon irgendwann mal in irgendeiner Zeitschrift gesehen.
Irving Penn erlaubte sich neben den Arbeiten für das Modemagazin Vogue immer wieder die Beschäftigung mit “freien Themen”. Die Serie, die 1948 im peruanischen Cuzco entstand, begeisterte mich total. Interessanterweise nutzte Penn hier eine Großformatkamera und Farbdiafilm, um dann Schwarzweißabzüge anzufertigen. Farbige Offset-Lithografien dieser Motive wurden aber im Vogue Magazin veröffentlicht. Großartig fand ich auch die Aufnahmen, die er 1970 in Neu Guinea machte. Ein Motiv hängt in zweifacher Ausfertigung nebeneinander – als Schwarzweißfoto und als Farbbild. Dabei wirkt die Farbaufnahme sogar intensiver, stärker! Bei diesem Bild handelt es sich übrigens um das einzige Farbfoto, das Penn selbst abzog.
(In der Präsentation werden neben Vintage-Fotos auch viele Barytabzüge neueren Datums,  zahlreiche edle Platindrucke und wenige Injektprints gezeigt.)