Category Archives: Fotografie

Fotografie: Wolfgang Tillmans – den Turner-Prize gab es 2000 überraschend für einen Fotografen und Nicht-Briten!

Foto: Wolfgang Tillmans

Foto: Wolfgang Tillmans

Zu seinem Wechsel von der analogen zur digitalen Fotografie sagt der weltbrühmte Künstler:

 

“…Ich habe die Umstellung auf digitale Fotografie empfunden, als würde ich eine neue Sprache lernen, ab 2009, also spät. Vorher habe ich gesagt: Ich brauche nur Kleinbildfilm, weil nur der genau die Detailreiche abbildet, die auch mein Auge sehen kann. Und nun fand ich eine Kamera, die so viel schärfer sieht als ein Auge, aber so leicht war, dass ich sie benutzen konnte wie meine Kleinbildkamera.

…Es gibt jetzt Bilder, die nicht möglich gewesen wären vor zehn Jahren. Bilder vom Nachthimmel aus dem Flugzeug, vom Sunset Boulevard, gestochen scharf, ohne Blitz und aus dem fahrenden Auto. Ich stehe davor und denke, das ist ein neues Zeitalter von Bildermachen.

…Ich betrachte mich weiterhin als analoger Fotograf. Obwohl ich digital fotografiere. Denn ich mache nichts in der Postproduktion, das man in der Dunkelkammer nicht auch hätte machen können. Ich verschiebe keine Pixel und radiere nichts aus. Ich benutze nur die Regler Kontrast und Helligkeit…”

 

Fotografie, Kunst: Katerina Belkina “Die Sünderin” nach Lucas Cranach d. J. “Christus und die Ehebrecherin”

Foto: Katerina Belkina

Foto: Katerina Belkina, Gemälde: Lucas Cranach d. J.

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Das mehrfach preisgekrönte Foto erscheint vielleicht etwas manieriert, ist aber außerordentlich interessant.
Die Überschrift des Renaissance-Gemäldes lautet:
“Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie!” Johannes 8,7

http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fstatic.hasselblad.com%2F2016%2F02%2Ffineart_katerinabelkinaSOME.png&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.hasselblad.com%2Fde%2Four-world%2Ffeature-de%2Fhasselblad-masters-awards-2016-art-category-winner-katerina-belkina&h=1437&w=1000&tbnid=ugMrG5WVjtOLXM%3A&vet=1&docid=HuobF7uzojAdfM&itg=1&ei=bwyTWJzFIubE6ATX9qKIBw&tbm=isch&client=safari&iact=rc&uact=3&dur=504&page=0&start=0&ndsp=66&ved=0ahUKEwjcuIXEnPHRAhVmIpoKHVe7CHEQMwgdKAEwAQ&bih=1256&biw=2187

 

Fotografie: Sportfotografie

Foto: Sebastian Wells

Foto: Sebastian Wells

DuMont Journalistenpreis!
Die Auszeichnung dieser beiden Serien für Pressefotografie kann ich nicht so richtig nachvollziehen:

http://www.berliner-zeitung.de/sport/preisgekroente-fotoreportage-in-der-kathedrale-des-fussballs-25582064

Der anscheinend rasant aufstrebende Sebastian Wells hat auch das “Sportfoto des Jahres” geschossen, das mir viel besser gefällt als die Serie “Kathedralen des Fußballs”:

Ausstellungen, Fotografie: C/O: “Kreuzberg – Amerika”

Foto 1: Michael Schmidt, Foto 2: Stephen Shore, Foto 3: Ulrich Wüst, Foto 4: Anderes Petersen

Foto 1: Michael Schmidt, Foto 2: Stephen Shore, Foto 3: Ulrich Wüst, Foto 4: Anders Petersen

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Die Berliner C/O zeigt wieder eine gewaltige Bilderschau, deren Besuch garantiert zeitaufwändig und  interessant wird!
Und Vielfalt ist wegen des Ansatzes garantiert:
Es werden Bilder verschiedener Vertreter der von Michael Schmidt 1976 gegründeten Kreuzberger Werkstatt für Photografie (eigenartige Rechtschreibung) und ihrer damaligen weltberühmten Freunde aus den USA präsentiert – so viele Meisterwerke dieser trefflichen Kollaboration bewundern zu können ist große Freude!
Ein exklusives Vergnügen: Man hat dieser Tage die Möglichkeit, die Originale renommierter Amerikaner (Robert Adams, Diane Arbus, Lewis Baltz, Larry Clark, William Eggleston, Larry Fink, John Gossage) in der Hauptstadt anzuschauen!
So kann man z.B. Ikonen der tollen Fotokunst von Diane Arbus aus nächster Nähe untersuchen. Überwältigt war ich von den alten Aufnahmen Stephen Shores (“Uncommon Places 1974-82″), deren Farbigkeit schwer beeindruckte. Ganz im Gegenteil überzeugten mich die oft hochgelobten und als besonders farbintensiv beschriebenen Dye-Transfer-Prints von William Eggleston nicht vollends.
Selbstverständlich will ich aus der “Berliner Ecke” neben Gundula Schulze Eldowy besonders die Serie Ulrich Wüsts “Stadtlbilder 1979-83″ hervorheben. Es ist erstaunlich (und bezeichnend), dass es immer wieder Ansichten gibt, die ich noch nicht kenne (Gera, Bernau, Leipzig!)
Eine eigenartige Wirkung entwickelten Schwarzweißporträts von Wilmar Koenig, die auf einer roten Wand platziert wurden.
Die Vielzahl der ausgestellten Werke einiger Künstler (Lewis Baltz, Thomas Lehner, Eva Maria Ocherbauer) birgt die Gefahr, dass Motive z.T. so hoch hängen, dass man sie gar nicht mehr richtig sehen kann.
Bemerkenswert erschien mir erneut, dass die kleineren Formate bei mir größere Aufmerksamkeit hervorriefen als “große Schinken”.
Für den Besuch des zweiten Teils der aktuellen C/O-Ausstellung “Total Records – Vinyl & Fotografie” fehlte mir etwas Kraft…
Im Gedächtnis blieben aber die Cover von Tom Waits’s “Rain Dog” (Foto: Anders Petersen), Björks “Debut” (Foto: Baptist Mondino) und Harald Juhnkes “Barfuß oder Lackschuh” (Foto: Jim Rakete).

Ausstellungen, Fotografie: Anders Petersen – Retrospektive im Museum Marta in Herford

alle Fotos: Anders Petersen

alle Fotos: Anders Petersen

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http://sites.arte.tv/metropolis/de/anders-petersen-metropolis

https://vimeo.com/43970502

http://marta-herford.de/ausstellungen/anders-petersen/

http://www.art-magazin.de/ausstellungen/herford/17355-evnt-anders-petersen-retrospektive

http://www.noz.de/deutschland-welt/kultur/artikel/816204/cafe-lehmitz-anders-petersen-im-herforder-marta#gallery&0&0&816204

https://www.wa.de/kultur/museum-marta-zeigt-schwedischen-fotografen-anders-petersen-7057144.html

Fotografie: Ballast

Fotos: Robert Bilsing & Bolli

Fotos: Robert Bilsing & Bolli

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Die Künstlergemeinschaft Ballast (ehem. Ballast der Republik) kreierte wieder eine tolle Edition mit Jahresheften.

2016 produzierten Robert Bilsing und Bolli drei Heftchen. Ein gemeinsames mit vielen Schwarzweißfotos, die bei Wrestling-Veranstaltungen in Berlin und Brandenburg entstanden. Zudem machte jeder eins zum mittlerweile außerordentlich kompliziert gewordenen Thema Straßenfotografie.
Dass geradezu liebevoll gearbeitet wurde, erkennt man schon an den sorgsam eigens produzierten Briefkuverts. Zugaben der raren aktuellen Auflage sind drei Aufkleber, ein Aufnäher und ein großes doppelseitiges Plakat.
Wie man in den begehrten Verteiler der beiden jungen Männer kommt, ist schleierhaft.