Kino: Andreas Dresen: “Gundermann”

Foto: Jabs

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Wirklich alle Leute, mit denen ich in den letzten fünf Wochen gesprochen habe, sahen diesen Film. Ausnahmslos alle fanden ihn klasse. Wir ihn jetzt erst anschaut, hat den Vorteil, dass der Kinosaal angenehm leer ist – ich hatte nur drei “Verbündete”.
Ich muss mich der Lobpreisung anschließen. Ein Meisterwerk Andreas Dresens! Sehr gut fand ich, dass die Stasigeschichte in den Vordergrund gestellt wurde und dabei nicht in so blöde Schwarzweißmalerei verfallen wird. Mit der Auswahl des Gundermann-Darstellers Alexander Scheer gelang dem Regisseur ein wahrer Glücksgriff. Das  Schauspielerensemble ist insgesamt toll – Bjarne Mädel, Thorsten Merten, Alexander Hörbe. Lediglich Axel Prahl als alter Stasioffizier konnte mich nicht überzeugen. Bemerkenswert ist auch die Ausstattung des liebevoll gemachten Streifens. Die Liedtexte Gundermanns sind brillant – die Musik des Baggerfahrers ist mir ein bisschen dünn, der Gesang des Hauptdarstellers ebenso. Das tut der Wirkung aber überhaupt keinen Abbruch.
“Gundermann” ist eine überwältigende Arbeit, wunderbares und emotionales Kino!
Filmzitat: “Ich habe auf das richtige Pferd gesetzt, es hat aber nicht gewonnen.”

https://www.berliner-zeitung.de/kultur/film/film-ueber-gerhard-gundermann-alexander-scheer-verkoerpert-den-liedermacher-aus-der-ddr-28763796

Diverses: Keine schlechte Idee

Foto: Jabs

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Campino würde sich die Grabsteininschrift der anhaltend negativ gebrauchten Floskel “Er war stets bemüht” für seine letzte Ruhestätte wünschen…

Mattscheibe: “Babylon Berlin”

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Sonntag, 20.15 Uhr (und 0.05 Uhr), ARD:
Das mit Vorschusslorbeeren ohne Ende und Preisen überhäufte “Fernsehereignis des Jahres”/”das TV-Ereignis in der Geschichten des deutschen Fernsehens” kommt mit viel Trara in die Flimmerkiste!
Wird diese erste “Fernsehserie im Kinoformat”  zum erwarteten Straßenfeger?