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Uncategorized: Nachtrag zum Kulturtipp “Lernen”

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen,
denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt,
nicht einmal in euren Träumen.
Ihr dürft versuchen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch gleich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
Ihr seid der Bogen, von denen eure Kinder als lebend Pfeile ausgeschickt werden.
Lasst euren Bogen in der Hand des Schützen auf Freude gerichtet sein.
Denn so wie er den Pfeil liebt, der fliegt, so liebt er auch den Bogen, der fest ist.

Khalil Gibran

Uncategorized: “Mr. Tuner – Meister des Lichts”

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Dieser gepriesene Hommage Mike Leighs auf einen famosen Maler vermag ich nicht so recht zu huldigen.

Beeindruckt haben mich lediglich die allerdings brillante schauspielerische Leistung des häufig nur grunzenden Hauptdarstellers Timothy Spall und natürlich die Gemälde des Malergenies William Turner, von denen ich gern mehr auf der Kinoleinwand gesehen hätte.
Aber der Regisseur muss ja nicht meine persönlichen Wünsche erfüllen (das schafft nicht mal der Weihnachtsmann).
Die Handlung ist mir zu eindimensional und ohne Tempowechsel, mitunter gar schleppend.
Ich glaube fortwährend klischeeartige Darstellungen zu bemerken. Und zu viele Charaktere fand ich einfach schablonenhaft (Turners Hausmagd, seine kreischende Ehefrau, ein selbstherrlich und dümmlich palavernder Kunsthistoriker – zugleich Sohn eines Kunstmäzens…)
Und langweilig fand ich die Bilder, als der Meister immer wieder als Silhouette vor Sonnenaufgängen und Sonnenuntergängen am Meeresufer mit den Utensilien des Malers lustwandelt. Obwohl ich weiß, das diese Lichtstimmungen in den Bildern Turners Thema sind.
Fast hölzerne Dialoge werden für unser Sprachempfinden angenehm gebrochen mit einem unmodernen “Befinden Sie sich wohl?” oder dem häufigen Gebrauch von “in der Tat” und “fürwahr”.
Bestimmt philosophisch ist der letzte Satz aus William Turners Leben (und dem Film Mike Leighs): “Die Sonne ist der Gott.”

 

 

Kino, Uncategorized: An einem Montag, unserem Saunatag, kommt ein Film über die Sauna im Fernsehen…

Foto: Jabs

Foto: Jabs

Ein trauriger Männerfilm über Männerfreundschaften finnischer Männerseelen, die sich in der Sauna öffnen.
Schwitzkästen scheinen sich bei diesem Volk sogar in Telefonzellen zu befinden oder im Beisein von Bären… In abgeschlossenen Räumen und bei großer Hitze werden schlimme Schicksale erzählt. So ernsthafte Texte begleiten mitunter lustigen Bilder.
Dabei hört man Sätze, über die es nachzudenken lohnt:
“Man bekommt nur so viel Unglück, wie man tragen kann.”
“Es gibt viele Arten der Liebe.”
Und ich muss zugeben, dass nackte Männer (nicht nur im Norden) wirklich nicht so toll aussehen.
Eine großartige Schlussszene beendet diese Dokumentation, in der man über die Rechtschreibung in den Untertiteln hinwegsehen muss:

http://www.arte.tv/guide/de/042650-000/nackte-manner-nackte-wahrheiten