George Saunders: “Fuchs 8″

Foto: Jabs

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Das Büchlein ist wunderschön gemacht.
Es wurde als großer Wurf George Saunders nach seinem fulminanten Roman “Lincoln im Bardo” angekündigt
Mich hat dieser Brief eines Fuchses aber nicht so ganz mitgenommen. Die Geschichte ist mir zu “gerade”, ohne kecke Wendungen oder überraschende Ideen.
Zitat: (Diese erfundene Sprache “Füchsisch” ist ab und an schwer zu verstehen.)
“Ich konnte immer nur denken, Fuks 7 is tot, und ich bin dran schult. warum blos hatte ich dise blöde Idee gehabt, in di Mool zu geen” Warum bin ich so komisch auf die Welt gekomm? Warum konnte ich kein normaler Fuks sein, der keine Tagtroime hat, nur Füksisch spricht und sein Krosen Fürer gehorcht?

Es war di schlechteste aller Zeiten, es war di schlechteste aller Zeiten. 
Und gans erlich, mir wurde ein bisschen schlecht im Härzen.”
 
“Ich wollte nich di Sorte Papa sein, der immer so sauer is, das er nur noch knurt, und seine Bebys dann immer so: Oah, Papa zit uns runter, der findet das Leem nich kul, hokkt immer nur sauer im Bau, wärend wir andern Fükse in den Mond kukken und kuscheln und mit der Schwanzgegend so hin und her wakkeln, wi wir Fükse das machen, wenn wir und froien. Ich wollte di Sorte Papa sein, wo unsere Bebys in vilen Jaren, wenn si an mich denken, sagen werden, der gute alte Papa, war immer für und da und hat uns mit der Schnauze drauf gestupst, was gutes Fressen is und was nich.”
 
“Ich weis, das Leem kann gut sein. Meistens is es gut. Ich hab sauberes kaltes Wasser an ein heisen Tag getrunken, das leise Wuff von meiner Libsten gehört und lang sarm Schgnee fallen seen, was den gansen Walt leise macht. Aber jezz komm mir dise glükklichen Bilder und Geroische alle vor wi Trikks. So als wären di guten Zeiten wi Rauch, und wenn er verwet, bleibt das echte Leem, nemlich: Steinhütte, Treten, Stamfen. Jede Minute one Treten und Stamfen kommt mir jezz vor, als wär si keine echte Minute.”