Zeitgenössisches Deutsch?

Foto: Jabs

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– zurzeit grassiert “gern” als Bestätigung einer Aussage

– “überhaupt keine Frage/keine Frage” löst das “ich sag mal” ab

– das (zweifellos schöne) Wort “nichtsdestotrotz” hat anscheinend “trotzdem” aus dem deutschen Sprachschatz verdrängt
– immer häufiger wird “von daher” und “ein Stück weit” für das altbackene “deshalb” verwendet
– unglücklich ist das andauernd gebrauchte  “nicht wirklich”
– zu oft wird “pur” nachgestellt
– der ehemalige Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit etablierte “und das ist auch gut so” in der Umgangssprache
– omnipräsent ist “wie auch immer”
– Aussagen werden oft mit “genau!” unterstrichen
– das sehr aktuelle Füllwort “keine Ahnung” ersetzt wohl das zuvor strapazierte “halt”
– fortwährend erschallt “da geht (noch) was”
– rhetorische Fragen greifen um sich: “Wie geil (dumm, krass, cool, krank…) ist das denn?”
– heutzutage erledigt man nicht etwas, sondern “muss liefern”
– nicht nur Fußballer verstärken ihre Floskeln mit dem Wort “definitiv” oder “abolut” und finden alles irgendwie “geil”
– im Fußball hört man ständig: “sich gut zu verkaufen”, “seinen Job zu machen”