Wolfgang Tillmans – den Turner-Prize gab es 2000 überraschend für einen Fotografen und Nicht-Briten!

Foto: Wolfgang Tillmans

Foto: Wolfgang Tillmans

Zu seinem Wechsel von der analogen zur digitalen Fotografie sagt der weltbrühmte Künstler:

 

“…Ich habe die Umstellung auf digitale Fotografie empfunden, als würde ich eine neue Sprache lernen, ab 2009, also spät. Vorher habe ich gesagt: Ich brauche nur Kleinbildfilm, weil nur der genau die Detailreiche abbildet, die auch mein Auge sehen kann. Und nun fand ich eine Kamera, die so viel schärfer sieht als ein Auge, aber so leicht war, dass ich sie benutzen konnte wie meine Kleinbildkamera.

…Es gibt jetzt Bilder, die nicht möglich gewesen wären vor zehn Jahren. Bilder vom Nachthimmel aus dem Flugzeug, vom Sunset Boulevard, gestochen scharf, ohne Blitz und aus dem fahrenden Auto. Ich stehe davor und denke, das ist ein neues Zeitalter von Bildermachen.

…Ich betrachte mich weiterhin als analoger Fotograf. Obwohl ich digital fotografiere. Denn ich mache nichts in der Postproduktion, das man in der Dunkelkammer nicht auch hätte machen können. Ich verschiebe keine Pixel und radiere nichts aus. Ich benutze nur die Regler Kontrast und Helligkeit…”